Ludwigsvorstadt Isarvorstadt

Die Isarvorstadt setzt sich aus dem Schlachthof-, Glockenbach- und Gärtnerplatzviertel zusammen.

 

Um die hygienischen Verhältnisse im Stadtgebiet zu verbessern (1854 hat eine große Cholera-Epidemie in der Stadt gewütet), beschloss die Stadt im Jahre 1876 am Südbahnhof den städtischen Schlacht- und Viehhof zu errichten. es ist ein altes Arbeiter- und Handwerkerquartier. Einzige 2grüne Lunge" ist der Alte Südliche Friedhof, auf dem u.a. der Maler Carl Spitzweg, der Erfinder Joseph von Fraunhofer und der Baumeister Leo von Klenze begraben sind.

 

Das Glockenbachviertel war von vielen Stadtbächen durchzogen. Bis auf den Westermühlbach sind heute aber alle zugeschüttet. Zuletzt der Namensgeber, der Glockenbach, im Jahre 1960.

 

Das Gärtnerplatzviertel erstreckt sich rund um den Gärtnerplatz (mit Denkmal Leo von Klenzes) und das Gärtnerplatztheater. Es entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts am Reißbrett. Früher hieß es Heilig-Geist-Anger und gehörte der Bankiersfamilie von Eichthal (Gründer der Bayrischen Hypotheken- und Wechselbank). Erstmalig in der Baugeschichte der Stadt wurden hier Häuser zur Miete errichtet.

 

Mittlerweile zählt die Isarvorstadt zu den beliebtesten Wohn- und Ausgehvierteln in München. Es ist bunt, multikulturell, tolerant und lebendig. Es gibt viele Altbauten, die nach und nach hergerichtet und zum Teil sehr teuer vermietet bzw. auch verkauft werden. Trotzdem ist dieses Viertel der Teil der Stadt, der die höchste Geburtenrate aufweist und demnach viele Familien beherbergt.

 

Die Ludwigvorstadt ist ein geschäftiger und mulitkultureller Stadtteil, dessen Mittelpunkt die Theresienwiese mit der über sie wachenden Bavaria darstellt. Auf der Theresienwiese findet jedes Jahr Ende September/Anfang Oktober das weltbekannte Oktoberfest, die Wies´n, statt.

 

Die Ludwigvorstadt wurde im 2. Weltkrieg stark zerstört. Der Wiederaufbau veränderte seinen Charakter. Viele Verwaltungsgebäude, Büros und Hotels verdrängten Wohnraum und Kleingewerbe. Vor allem im Wies´nviertel dominieren heute Büros. Im Osten der Theresienwiese schießt das Klinikviertel an, mit den Universitätskliniken und den angeschlossenen Instituten.

Vor allem um den Hauptbahnhof gibt es erschwingliche Wohnungen, allerdings meist mit schlechter Ausstattung und wenig Komfort. Hier hat sich ein geschäftlicher  und kultureller Schwerpunkt von ausländischen Bürgerinnen und Bürgern gebildet.

Um den Kaiser-Ludwig-Platz sind in den hohen und luxuriösen Altbauten viele Büros untergebracht, Wohnraum ist in diesen Häusern zwar auch zu finden, allerdings zu stolzen Preisen.