Au-Haidhausen

Die Au und Haidhausen waren früher Herbergsviertel der Handwerker und Tagelöhner vor den Toren Münchens. Erst 1854 wurden die Stadtteile eingemeindet. Die Herbergshäuser erinnern immer noch daran, wie ärmlich und beengt die Leute damals hier gewohnt haben. Leider wurde im 2. Weltkrieg über die Hälfte des Häuserbestandes zerstört.

Heute ist Au/Haidhausen ein richtiges In-Viertel. Dort befindet sich seit den 80er Jahren der Gasteig, ein Kulturzentrum, das die Zentralen der Stadtbibliothek, der Münchner Volkshochschule, das Konservatorium und die Philharmonie unter einem Dach vereint. Im Sommer kann man in den Isarauen plantschen, im Winter geht´s in das wunderschöne Jugenstilbad, das Müller´sche Volksbad.

Eine Besonderheit in der Au waren früher die zahlreichen Brauereien, die an der Isar ideale Standorte für Tiefbrunnen und Lagerkeller fanden. Leider ist nur noch die Paulaner-Brauerei übrig geblieben, die aber auch im Jahr 2013 an den Stadtrand Münchens ziehen wird.

Eine weitere Besonderheit sind die dreimal im Jahr stattfindenden Auer Dulten, auf dem Mariahilfplatz, vor der Mariahilfkirche. Dort kann man über Geschirr, Antiquitäten, Haushaltswaren bis Süßigkeiten alles kaufen, was das Herz begehrt.

Aus dem Stadtteil nicht mehr wegzudenken, ist die angrenzende Kultfabrik auf dem ehemaligen Pfanni-Gelände hinter dem Ostbahnhof. Am Wochenende finden hier Antik- und Flohmärkte statt, nachts finden unzählige Parties in den einzelnen Clubs und Bars statt.

 

Leider schlägt sich diese Beliebtheit und Vielfalt auch auf die Mietpreise nieder. Unter 10 € pro Quadratmeter ist es schwer etwas zu finden.